„Wer das eine will, muss das andere mögen.“ Ist das tatsächlich immer und überall so? Damit kann ich mich beim besten Willen nicht anfreunden. Überall sehe ich in dem Zusammenhang auch Inszenierungen. Es wirkt, als könne man nicht erfolgreich sein, wenn man sich nicht so inszeniert, wie es „gewinnbringend“ ist.
Das ist doch einer dieser Sätze, die man sich rechtfertigend erzählt, wenn es darum geht, eine bittere Pille zu schlucken. Oder? „Friss oder stirb.“ Als gäbe es Erfolg nur im Paket mit einer Verkleidung, die einem nicht passt.
Ich habe immer öfter das Gefühl, dass die Welt da draußen nur noch aus Bühnen besteht. Und der Gewinn? Der ist dann eine perfekt polierte Version von einem selbst. Die verkauft zwar vielleicht gut, engt beim Atmen aber ein.
Wenn Erfolg darin besteht, dass ich mich in einer Rolle wiederfinde, die ich jeden Morgen mühsam schminken muss, ist das für mich eindeutig ein Verlustgeschäft.


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